| In Deutschland werden über 55.000 Menschen mit chronischem Nierenversagen durch regelmäßige künstliche Blutwäsche behandelt, weitere rund 15.000 Menschen leben mit einem Nierentransplantat und etwa 100-200.000 Menschen leiden an einer chronischen Nierenschwäche. Infolge der Nieren-funktionsstörung haben diese Menschen häufig eine verminderte körperliche Leistungsfähigkeit und zusätzliche Begleiterkrankungen wie Bluthochdruck, Muskelschwäche, Knochenschwund, Fettstoffwechsel-störungen und Herzkreislauferkrankungen. In den vergangenen 20 Jahren wurden verschiedene Bewe- gungs- und Sportprogramme entwickelt um die körperliche Leistungsfähigkeit der Betroffenen nach-haltig zu verbessern. Mit Gruppentraining in der Sporthalle, Hockergymnastik, Schwimmtraining oder Training während der Dialyse wurden auch für chronisch Nierenkranke wirkungsvolle Rehabilitations-sportmaßnahmen entwickelt. Für Patienten, die frühzeitig mit dem Rehabilitationstraining beginnen und regelmäßig daran teilnehmen, konnten dabei zahl-reiche positive medizinische Wirkungen nachgewiesen werden sowie eine Verbesserung der Lebensqualität. Dies wird inzwischen allgemein anerkannt und hat unter den Ärzten breite Akzeptanz gefunden. Obwohl die Zahl der trainierenden Patienten in den letzten Jahren kontinuierlich zugenommen hat, nutzt derzeit nur eine Minderheit der chronisch Nierenkranken in Deutschland die Möglichkeit, die ihnen Bewegung und Sport bieten. Um dies zu ändern und das Zusammenwirken aller am Aufbau von Rehabilitationssportangeboten Beteiligten zu stärken wurde im Frühjahr 2002 die "Deutsche Gesell- schaft Rehabilitationssport für chronisch Nierenkranke e.V." (kurz: ReNi) gegründet. |