| Indikationen |
In den vergangenen Jahrzehnten sind Sport und Bewegung als evidenz-basierte Faktoren sowohl für die körperliche und psycho-soziale Rehabilitation als auch bei chronischen Krankheiten zur besseren Bewältigung des Alltagslebens anerkannt. Chronisch Nierenkranke im besonderen Maße profitieren von einer Sport- und Bewegungstherapie, da sie aufgrund der Nierenschwäche eine reduzierte körperliche Leistungsfähigkeit haben, die durch kardio-vaskuläre Risikofaktoren (arterielle Hypertonie, Zucker- und Fettstoffwechselstörungen) und psychische Störungen verstärkt wird. Die körperliche Leistungsfähigkeit wird verringert durch eine bestehende renale Anämie, urämische Myopathie und Osteopathie und äußert sich durch eine verminderte Ausdauer, verringerte Flexibilität, Koordinationsstörungen und verminderte muskuläre Kraft. Durch gezieltes Training wird die körperliche Leistungsfähigkeit erhalten, wiederhergestellt oder sogar gesteigert. Vorteile:
Dennoch ist Sport bei Nierenkranken in Deutschland bisher nur wenig verbreitet: Anfang des Jahres 2003 gab es von 55.000 Dialysepatienten und 18.000 Nierentransplantierten nur 2830 "Nierensportler" in 179 Dialyseeinrichtungen und 42 ambulanten Sportgruppen! |